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Zeitlicher Rückblick der

Hofstetter Mühle

Wir haben viel recherchiert und festgestellt: Die ersten Erwähnungen der Mühle reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück! Hier eine kleine Zeitreise...

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Erste Erwähnung 1325

Dieses Dokument ist eine mittelalterliche Urkunde aus dem Fürstlich Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen von 1325, in der Graf Hartmann von Werdenberg dem Kloster Salem Besitzrechte an dem Gut („zer Hofstat“) bestätigt.

Es handelt sich um eine Art Rechtsbestätigung und Schutzurkunde.

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Verweise im FUB auf 1325

Im Topografischen Wörterbuch von Albert Krieger von 1904 wird noch einmal Bezug auf eine Urkunde im Fürstenbergischen Urkundenbuch (FUB) bestätigt.

Dieses umfassendes Werk aus 7 Bänden, beinhaltet unzählige Urkunden aus den Jahren 1299-1509.

Die Hofstetter Mühle findet Erwähnung in 
Band 2 und 5.

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Lehenbrief aus 1523

Ein Lehenbrief in dem sehr präzise festgelegt wird, was unter welchen Umständen der Gegenstand des Lehenbriefes ist. Ein Lehenbrief ist ein mittelalterlicher Vorläufer von Pacht- oder Erbbaurechtsverträgen.

Auf der Umseite (oben) befindet sich die Titelzeile: „Jacob Jns Marx der Jüngere“, der Empfänger des Lehens, im Jahre 1523.

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Anliegende Arbeiten in 1795

Ein amtliches Schreiben von 1795 in der damaligen Kanzleischrift.Die fürstliche Regierung hat prüfen lassen, in welchem Zustand die Mühle ist und kam u.a. zum Ergebnis:

  • Umfangreiche Reparaturen sind nötig, die Kosten: 494 Gulden.

  • Man überlegt, ob es sinnvoll ist, so viel Geld in die Mühle zu investieren, oder ob man sie vielleicht besser aufgeben sollte.

  • Es wird -in typisch schwäbischer Manier- ausdrücklich festgehalten, man solle mit den Materialien sparsam umgehen! :)

Am Ende steht die Formel: „Resolutum in Consilio Regiminali et Camerali Aulico. Donaueschingen, 8./17. April 1795.“
Beschlossen im fürstlichen Regierungs- und Hofkammer-Rat zu Donaueschingen am 8./17. April 1795.

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Grundriss aus dem Jahre 1875

Diese technische Zeichnung der Mühle aus dem Jahr 1875 stammt aus einem ganzen Satz aller Gebäude der Hofstetter Mühle und beeindruckt mit seinem exaktem Maßstab und der enormen Detailtreue. 

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Baumaßnahmen im Jahre 1889

Ein öffentlicher Bauvertrag vom 10. Oktober 1889 zwischen der Großherzoglichen Verwaltung in Sigmaringen und einem Bauunternehmer, über Reparaturen und Neubauten an der Mühle und Gebäuden des Hofguts.
Der Kostenanschlag wurde von der Behörde geprüft und genehmigt. 

 

Ob es um die Baumaßnahmen geht, die 1795, also ca.100 Jahre zuvor, festgestellt wurden und die Mühlen der Ämter schon damals träge mahlten ist unserer Phantasie überlassen. :)

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Stellenanzeigen um
die Jahrhundertwende

Anzeige aus dem Salemer Boten aus dem Jahre 1898 in welcher ein junger Knecht gesucht wird, der die vier Pferde der Hofstetter Mühle pflegen soll.

Etwa 11 Jahre später sucht man im Salemer Boten von 1909 schon einen neuen Knecht. Dieser soll jünger und stark sein! Vielleicht ist der vorherige bereits zu alt und zu schwach geworden? :)

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Verwendung als Freibad

1913 wurde angrenzend an die Hofstetter Mühle ein Freibad errichtet, welches bis 1919 seinen Gästen erfrischenden Badespaß ermöglichte. Eine 6er Karte für Erwachsene kostete damals 1 Mark.

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Von Mühle zum Bauerngut

Gabriel Nesensohn aus Friedrichshafen wandelte den Hof von einem Mühlenbetrieb in einen Bauernhof um. Als er 1944 starb übernahm sein Sohn Gabriel den Hof, bis ihm Prinz Max zu Fürstenberg den Umzug nach Ringgenweiler nahelegte um den Hof abzureissen.

Durch den unerwarteten Tod des Prinzen 1959 entging der Hof dem Abriss und wurde zur Geflügelzucht verwendet.

 

Später diente es als Zuhause für eine Waldarbeiterfamilie, die den Hof bis zu ihrem, kurz aufeinander folgenden Tod bis 1972 bewohnten.

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Von Mühle zum Bauerngut

Nachdem der Hof um 1980 zum Verkauf ausstand erwarb ihn der Eutiner Kaufmann Harald Löffler. Kurz darauf zogen sein Schwiegersohn Egon Egenolf mit seiner Frau Maria ein und fingen mit tiefgründiger Sanierung an, wobei sie den Grundstein für die heutige Gärtnerei Hofstetter Mühle setzten. Im Bild sieht man die Hofstetter Mühle im Jahr 1982.

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Die wilden 80er der Egenolf Ära

Kaum sind die Häuser saniert entstehen schon die ersten Äcker auf welchen hochwertiges Demeter-Gemüse gedeiht. Fast zeitgleich ziehen die Egenolfs gleich mehrere Gewächshäuser hoch, während ihre fünf kleinen Kinder genauso prächtig heranwachsen. 

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Als 2000 der Bambus kam

Am Anfang des 21. Jh. fangen die Egenolfs an Bambus zu züchten, welcher in den fortlaufenden Jahren einen Großteil der Hofstetter Mühle besiedeln sollte. So entsteht auch der Bambuswald, der Anfangs ein beeindruckend beruhigender Platz in der Hofstetter Mühle ist und später als Name für den eigenen Geschäftszweig übernommen wird.

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20 Jahre in 2 Bildern

Der Pavillon und der Teich verwandeln dieselbe Stelle, anfang 2000 in ein beeindruckend prunkvolles Stück Paradiesgarten.

Anfang der 80er stand am Rande des Baches nur ein einsames Hüttchen aus Holz.

Die Hofstetter Mühle heute

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Heute umfasst die Hofstetter Mühle etwa 70.000 qm und bewirtschaftet mehrere Hektar Land. Das reichhaltige Repertoire von Bambus, Gräsern und exotischen Pflanzen über Dachbegrünung bis hin zu Steinskulpturen aus fernen Ländern wird in alle Ecken der Welt verkauft.

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